Silberglocke und Fettexplosion

Als die Spraydose explodierte, war der laute Knall noch einige Straßen weiter zu hören. Doch es handelte sich nur um eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr Kummerfeld, die mit einem „Tag der offenen Tür“ ihr 125-jähriges Bestehen feierte. Dafür hatten sich Wehrführer Marc-Oliver Peters und seine Kameraden eine Menge einfallen lassen. Mehrere hundert Besucher strömten am Sonnabendnachmittag zum Areal der Feuerwache am Bornbarg.

Los ging es eine Stunde zuvor

mit einem offiziellen Empfang. Peters begrüßte dazu in der Fahrzeughalle unter anderen Bürgermeisterin Erika Koll, Kreispräsident Burkhard Tiemann, Landrat Oliver Stolz, Kreiswehrführer Bernd Affeldt, Abordnungen von Nachbarwehren sowie Vertreter aus der Kommunalpolitik. In einem Rückblick auf die Geschichte der Feuerwehr zitierte er aus den Protokollbüchern. „Damals wurden dort fast ausschließlich die Wahlergebnisse und Berichte über die Pfingstbälle vermerkt“, schmunzelte Peters. Als die Feuerwehr unter Personalmangel litt, hätten ihre Mitglieder sogar ermäßigten Eintritt zu den Festen erhalten.

Feuerwehr feiert 125-jähriges Bestehen
 
Bürgermeisterin Koll lobte das Engagement der Kameraden: „Ihre Hilfe für die Allgemeinheit kann nicht hoch genug geschätzt werden.“ Landrat Stolz betonte: „Der Kreis weiß um die Bedeutung seiner Wehren.“ Im Namen von Ministerpräsident Torsten Albig übergab er an den Wehrführer eine Silberne Glocke des Landes Schleswig-Holstein sowie eine Urkunde.

Wie gefährlich der falsche Umgang mit brennendem Speiseöl sein kann, demonstrierte die Wehr bei einer Fettexplosion. „Nie mit Wasser löschen“, warnte Brandschutzerzieher Gunther Elstermann. Bei einer Unfallübung wurde ein Auto mit hydraulischem Werkzeug aufgeschnitten und das „Opfer“ vom Rettungsdienst versorgt.

Quelle: Pinneberger Tageblatt - Thomas Krohn