Die Feuerwehr übt im Brandcontainer unter realen Bedingungen. In verwinkelten Räumen muss eine Puppe gefunden werden.

Die Gesichter sind rot. Durch die Schutzmasken wird schnell geatmet. Bis zu 800 Grad Celsius ist es warm. Auf dem Brandübungsplatz in Brunsbüttel geht es heiß her. Ausbilder Mark Schmidt vom Kreisfeuerwehrverband Dithmarschen hat in einem Container Holz und Stroh angezündet.

Es ist Sonntag – kurz nach 11 Uhr. Neun Feuerwehrmänner aus Kummerfeld und einer aus Pinneberg sind vor Ort, um einen Tag lang mit Feuer zu üben. Sie haben bereits Schutzkleidung angezogen und die Atemschutzausrüstung vorbereitet.

Nun stehen sie gemeinsam mit Schmidt und seinem Kollegen Hauke Mehlig im Inneren des Containers, in dem die Flammen sich schnell ausbreiten.

Silberglocke und Fettexplosion

Als die Spraydose explodierte, war der laute Knall noch einige Straßen weiter zu hören. Doch es handelte sich nur um eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr Kummerfeld, die mit einem „Tag der offenen Tür“ ihr 125-jähriges Bestehen feierte. Dafür hatten sich Wehrführer Marc-Oliver Peters und seine Kameraden eine Menge einfallen lassen. Mehrere hundert Besucher strömten am Sonnabendnachmittag zum Areal der Feuerwache am Bornbarg.

Los ging es eine Stunde zuvor

Mit einer großen Jubiläumsfeier am Sonnabend begeht die Feuerwehr Kummerfeld ihr 125-jähriges Bestehen. Elf Wehrführer leiteten die Brandbekämpfer der Gemeinde, seit die Feuerwehr 1889 gegründet wurde.
Von Arne Kolarczyk

Kummerfeld. Es war der 2. Juni 1889, als die Kummerfelder Gemeindevertretung den damaligen Gemeindevorsteher Joh. Heinrich Rambke zum Hauptmann der neu zu gründenden Feuerwehr des Dorfes bestellte. Das ist 125 Jahre her – und für die heutigen Feuerwehrkameraden Grund genug, dieses Jubiläum kräftig zu feiern. Zehn Männer gelten als Brandschutz-Pioniere – heute sind es 56 aktive Mitglieder, die sich ehrenamtlich für die Sicherheit in der 950 Einwohner starken Gemeinde engagieren.

Die Gründung ging auf die preußische "Polizeiverordnung über das Feuerlöschwesen auf dem platten Land" zurück. Sie trat am 15. April 1889 in Kraft und verpflichtete die Gemeinden, eine Feuerwehr vorzuhalten. Nach seiner Bestellung als Feuerwehr-Hauptmann rief Rambke eine Versammlung ein, auf der ein Statut und eine Satzung für die Wehr erarbeitet wurden. Die Gemeindevertretung bewilligte der Feuerwehr 600 Mark.

Vermutlich wurde von diesem Geld eine pferdebespannte Handdruckspritze erworben, die am Spritzenhaus an der Dorfstraße eine Heimat fand. 1890 wurde ein hölzerner Turm zum Trocknen der Hanfschläuche auf dem Spritzenhaus errichtet. Das Statut, das auf der zweiten Generalversammlung am 7. Dezember 1889 angenommen wurde, verpflichtete die Männer des Ortes zu einer mindestens dreijährigen Mitgliedschaft. Es wurde später ein Spielmannszug gegründet und jährlich fanden Feuerwehrbälle im Vereinslokal "Hatjes Gasthof" statt.

Eine Zäsur in der Geschichte der Wehr stellten die beiden Weltkriege dar, in deren Verlauf viele verdiente Feuerwehrkameraden ums Leben kamen. 1945 bestimmte der britische Militärgouverneur Heinrich Harder

Sie feiern ihr Jubiläum mit einem „Tag der offenen Tür“: Die Feuerwehr Kummerfeld lädt am 24. Mai zur Party ein.

Fix was los in der Kummerfelder Feuerwache: Die ehrenamtlichen Brandbekämpfer bereiten sich mit Hochdruck auf ihre Aktionen zum 125-jährigen Bestehen vor. Am Sonnabend, 24. Mai, steht der „Tag der offenen Tür“ auf dem Programm. Gefeiert wird von 14 bis 18 Uhr an der Feuerwache im Bornbarg 16a.

„Alle sind eingebunden“, berichtet Wehrführer Marc-Oliver Peters. In unterschiedlichen Arbeitsgruppen würden die Brandbekämpfer die Aktionen für Sonnabend vorbereiten – eine zeitintensive Angelegenheit. „Für so eine Veranstaltung

Gibt es Brandschutz-Mängel an der Bilsbek-Schule?

Feuer im ersten Stock. Zwei Klassen der Bilsbek Schule von Flammen und ätzendem Rauch eingeschlossen. Um Punkt 15 Uhr wählt Schulleiter Manfred Hansen den Notruf 112. So begann die gemeinsame Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehren von Kummerfeld und Prisdorf. Zwei Stunden später, bei Kaffee und Kuchen in der Prisdorfer Feuerwehrhalle, hatten vor allem die geretteten Kinder tolle Geschichten zu erzählen.

Mehr als eine Stunde lang haben die Kinder auf ihre „Rettung“ warten müssen, verkündete ein aufgeregtes Mädchen. Die Schulkameraden Lars, Marvin und Eric hielten das für Übertreibung: „Bei uns waren sie ganz schnell“, erinnerten sie sich. Das war auch wichtig, denn die drei lagen „verletzt“ im Flur, einer von ihnen war sogar „bewusstlos“. Rauchmaschinen sorgten für Qualm und die Retter von der Kummerfelder Wehr gingen mit Atemschutzgerät ans Werk. Nach knapp 15 Minuten